Arabisch geführte Listen wollen Eisenkot unterstützen, während Herzog israelische Parteien konsultiert
Die Vereinte Liste und Ra'am schickten sich an, Oppositionsführer Gadi Eisenkot zu unterstützen. Das Büro des israelischen Präsidenten teilte mit, das Vereinigte Thora-Judentum werde nach der Wahl vom 27. Oktober, die keine klare Entscheidung brachte, niemanden empfehlen.
Die Vereinte Liste erklärte am Donnerstag, sie werde Oppositionsführer Gadi Eisenkot für die Bildung der nächsten israelischen Regierung empfehlen. Auch Ra'am, die andere arabisch geführte Liste, unterstützte ihn. Die von Vocemundi gesichteten Berichte bestätigen nicht, dass die Vereinte Liste ihre Empfehlung formell übermittelt hat.
Das Büro von Präsident Jitzchak Herzog teilte mit, das Vereinigte Thora-Judentum habe ihm gesagt, „dass es beschlossen hat, kein Mitglied der Knesset für die Regierungsbildung zu empfehlen“, wie France 24 berichtete.
Herzog begann die Konsultationen am Mittwoch und setzte sie am Donnerstag fort. Nach der Wahl vom 27. Oktober hat weder Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch Eisenkot einen klaren Weg zu einer Mehrheit. In der Knesset mit 120 Mitgliedern hält Netanjahus Block 53 Sitze, darunter die sieben des Vereinigten Thora-Judentums. Eisenkots Block hält 48. Arabisch geführte Listen gewannen die Rekordzahl von 19 Sitzen: Die Vereinte Liste hat 11 und Ra'am acht.
Herzogs Kandidat wird 28 Tage Zeit haben, eine Regierung zu bilden, mit einer möglichen Verlängerung um 14 Tage. Wenn dies keinem Kandidaten gelingt, würde erneut gewählt. Die Zentrale Wahlkommission erklärte am Mittwoch laut Al Jazeera, sie habe die Ergebnisse beglaubigt, nachdem sie keine Hinweise auf Betrug gefunden habe.
Laut The Hindu hat Herzog bis zum 11. November Zeit für seine Entscheidung. France 24 berichtete, der Auftrag gehe traditionell an die Person, die von mehr Parteien empfohlen werde, was Eisenkot wäre. Al Jazeera berichtete, es werde erwartet, dass er die Unterstützung von 67 Abgeordneten haben werde, mehr als die Schwelle von 61 Sitzen, sobald die Vereinte Liste ihre Empfehlung formell einreiche. Die Berichte beschreiben keine Vereinbarung mit den arabisch geführten Listen über einen Eintritt in eine Regierung oder deren Unterstützung.
Ein Gesetz, das ultraorthodoxe Religionsstudenten vom Militärdienst befreit, wurde unter Netanjahus Koalition nicht verabschiedet. Eisenkot hat laut France 24 darauf bestanden, solche Befreiungen zu beenden.
Was umstritten ist
Die Darstellungen gehen auseinander, wer die Empfehlung verweigerte. France 24 und The Hindu beschreiben eine Entscheidung des Vereinigten Thora-Judentums. Al Jazeera berichtete, Degel HaTorah, das vier der sieben Sitze der Partei hält, werde keinen der beiden Kandidaten empfehlen.
Auch die Darstellungen von Eisenkots Haltung gehen auseinander. The Hindu berichtete, er habe eine Regierung mit den arabisch geführten Parteien bisher ausgeschlossen. France 24 erklärte, es sei unklar, ob seine Opposition mit ihnen zusammenarbeiten würde.
Was die einzelnen Seiten sagen
- Netanjahu: In einem Video sprach er von „ernsten Verdachtsmomenten“, dass ausländische Mächte Geld in die Wahl gesteckt hätten, und stellte die Loyalität arabischer Bürger infrage, wie France 24 berichtete. Al Jazeera erklärte, er habe wiederholt ohne Belege behauptet, arabische Parteien hätten Betrug begangen. Er weist laut The Hindu Vorwürfe von Kritikern zurück, er versuche, die Ergebnisse zu untergraben.
- Ra'am: Die Liste bestreitet eine Beteiligung an mutmaßlichem Wählerkauf, laut Al Jazeera, das über die Festnahme von drei Aktivisten berichtete, die im Verdacht stehen, Verbindungen zu der Partei zu haben.
- Herzog: Er sprach sich dafür aus, die mutmaßliche Einmischung zu untersuchen. Al Jazeera zitierte ihn mit den Worten: „Ich verurteile die Rohheit und die rassistischen Äußerungen, die wir in letzter Zeit gehört haben“.
Analyse
Empfehlungen und eine Regierungsmehrheit sind zwei getrennte Prüfsteine. Falls Herzog der von France 24 beschriebenen Tradition folgt, könnte Eisenkot den ersten Auftrag erhalten, doch Empfehlungen allein würden ihm keine Koalition verschaffen. Sich auf Sitze arabisch geführter Listen zu stützen, könnte ihn laut France 24 die Unterstützung einiger in der Opposition kosten, insbesondere von Avigdor Lieberman. Die Entscheidung des Vereinigten Thora-Judentums könnte sich als Verhandlungssignal statt als dauerhafter Bruch erweisen, wie von France 24 zitierte Beobachter nahelegen. Der Streit über die Legitimität der Wahl könnte zudem das öffentliche Vertrauen beeinträchtigen, gleichgültig, welche Seite regiert. Scheitern die Verhandlungen, würde erneut gewählt, ein Ausgang, den die Parteien nach dem Appell Herzogs abwenden sollen.
Wie wir das geprüft haben4 Quellen · 35/35 Aussagen gestützt · 3 KI-Prüfer
Quellen (4): France 24 · Al Jazeera · Anadolu Agency · The Hindu
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Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Kimi · Ergebnis: freigegeben. 35 Aussagen geprüft; 35 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
Abweichungen: keine. Jeder Prüfer hat alle geprüften Aussagen gestützt.
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