Kenia bestätigt ersten Ebola-Fall; aus der DR Kongo eingereister Patient ist gestorben
Kenias Gesundheitsminister sagte, ein Kenianer, der in der Demokratischen Republik Kongo gelebt hatte, sei nach einem Flug über Uganda nach Nairobi positiv auf die Bundibugyo-Spezies des Ebolavirus getestet worden und inzwischen gestorben.
Das kenianische Gesundheitsministerium hat den ersten importierten Ebola-Fall des Landes bestätigt. Er wurde durch die Virusspezies Bundibugyo verursacht. Gesundheitsminister Aden Duale gab den Fall nach Angaben von AP, AllAfrica, SCMP und Medical Xpress/AFP am Dienstag bekannt. Auch Reuters und The Guardian berichteten über die Bekanntgabe. In Kenia war zuvor noch nie ein bestätigter Ebola-Fall registriert worden. Der Patient ist gestorben. Es handelt sich um einen namentlich nicht genannten kenianischen Staatsbürger, der in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) gelebt hatte.
Nach Angaben Duales erkrankte der Mann etwa einen Monat zuvor und wurde in der DR Kongo behandelt. Laut SCMP und Medical Xpress/AFP reiste er auf dem Landweg nach Uganda und erreichte Kampala. Anschließend flog er nach Nairobi, wo er am 3. Oktober ankam. Duale sagte, der Mann sei in Kenia untersucht und positiv getestet worden. Er sei in der Nacht vor der Bekanntgabe gegen 23:30 Uhr gestorben. AP berichtete, er sei im Nairobi Hospital isoliert und behandelt worden.
Nach Angaben von The Guardian, SCMP und Medical Xpress/AFP haben die Behörden 28 Kontaktpersonen ermittelt, darunter Familienangehörige und Gesundheitspersonal. Duale sagte, an Bord des Flugs seien 23 Passagiere gewesen. Der Fall des Mannes sei bislang der einzige positive Test. „Ich möchte der Öffentlichkeit versichern, dass kein Grund zur Panik besteht, da alle Systeme vorhanden sind, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen“, zitierte ihn The Guardian.
Der Ausbruch in der DR Kongo wurde Mitte Mai erklärt und hat sich auf sieben Provinzen ausgeweitet. Die gemeldeten Zahlen weichen voneinander ab. Nach Angaben von AllAfrica meldeten die kongolesischen Behörden mit Stand 2. Oktober 8.300 bestätigte Fälle und 4.018 Todesfälle. Medical Xpress/AFP berichtete, die WHO habe mit Stand desselben Datums 8.463 Fälle und 4.082 Todesfälle erfasst. Laut AllAfrica und Medical Xpress/AFP gibt es für den Bundibugyo-Stamm weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung.
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