Ölpreise steigen wegen Sorgen über Angriffe auf die Schifffahrt im Golf, berichten Medien
Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen, weil Sorgen über das Angebot aus dem Nahen Osten bestehen. Laut Al Jazeera und Reuters haben die Angriffe auf die Schifffahrt im Golf und in der Straße von Hormus zugenommen. Zugleich erreichten die Renditen von US-Staatsanleihen laut Al Jazeera den höchste
Die Ölpreise sind am Donnerstag wegen anhaltender Sorgen über das Angebot aus dem Nahen Osten gestiegen, wie Al Jazeera und Reuters berichten. Beide Medien führten den Anstieg auf eine Zunahme der Angriffe auf die Schifffahrt im Golf und in der Straße von Hormus zurück. Die Formulierung von Al Jazeera zum Preisanstieg stimmt weitgehend mit der Zusammenfassung von Reuters überein. Aus den von Vocemundi geprüften Berichten geht nicht hervor, ob die beiden Darstellungen voneinander unabhängig sind. Alle weiteren Angaben unten stammen ausschließlich von Al Jazeera.
Märkte
Laut Al Jazeera stiegen die Terminkontrakte für Rohöl der Sorte Brent bis Donnerstag um 01:16 Uhr GMT auf 101,53 US-Dollar pro Barrel. Die Terminkontrakte für die US-Sorte West Texas Intermediate stiegen auf 89,39 US-Dollar pro Barrel.
Die Wall Street schloss am Mittwoch im Minus, nachdem sie am Dienstag auf Rekordhöchstständen geschlossen hatte, berichtete Al Jazeera. Die Ölpreise stiegen am Mittwoch zunächst und fielen dann. Die Renditen von US-Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit 24 Jahren, da Anleger über die Auswirkungen hoher Ölpreise auf Inflation und Zinsen besorgt waren.
Reserven
Laut Al Jazeera einigten sich die G7-Staaten in Abstimmung mit der Internationalen Energieagentur (IEA) am vergangenen Freitag darauf, sofort 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl freizugeben. Al Jazeera zufolge sollte damit die Sorge um die weltweite Energieversorgung im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran gemildert werden.
Am Mittwoch sagte der IEA-Chef laut Al Jazeera, die Mitgliedstaaten seien bereit, bei Bedarf weiteres Öl aus den Reserven freizugeben. Sie würden dabei Diesel Vorrang geben, weil das Angebot knapp sei. Al Jazeera berichtete, diese Ankündigung habe die Ölmärkte beruhigt, nachdem die Preise früher am selben Tag gestiegen waren.
Angriffe auf die Schifffahrt
Die britische Behörde UK Maritime Trade Operations teilte laut Al Jazeera am Dienstag mit, dass es in diesem Monat bisher neun Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus gegeben habe. Das entspricht der Hälfte der Gesamtzahl für die Meerenge und den Golf zusammen im September.
Laut Al Jazeera erklärte das indische Außenministerium in einer Mitteilung, dass am Dienstag 12 Besatzungsmitglieder eines unter panamaischer Flagge fahrenden Tankers verletzt worden seien. Das Schiff sei bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus von einem unbekannten Projektil getroffen worden.
Al Jazeera berichtete, dass Reedereien wegen der zunehmenden Angriffe mit höheren Fracht-, Versicherungs- und Sicherheitskosten konfrontiert seien. Zudem zitierte Al Jazeera das Unternehmen für maritime Datenanalyse Kpler mit der Angabe, dass sich die Ölströme aus dem Golf ohne Iran im September auf mehr als 81 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt hätten. Kpler berichtete außerdem, dass die Rohölexporte aus dem weiteren Nahen Osten in diesem Monat an 14 Tagen über dem Vorkriegsniveau gelegen hätten.
Was die einzelnen Seiten sagen
- Vereinigte Staaten: Außenminister Marco Rubio wiederholte laut Al Jazeera die Behauptung Washingtons, dass die USA die Straße von Hormus kontrollierten und die Ölströme nahezu normales Niveau erreicht hätten.
- IEA: Der Chef der Agentur sagte laut Al Jazeera, die Mitgliedstaaten seien bereit, bei Bedarf mehr Öl aus den Reserven freizugeben, wobei Diesel Vorrang habe.
Was die Berichte nicht sagen
Die von Vocemundi geprüften Berichte sagen nicht, wer die Angriffe auf die Tanker verübt hat. Sie nennen weder den Namen des unter panamaischer Flagge fahrenden Tankers noch den des IEA-Chefs. Sie enthalten keine Reaktion Irans. Sie sagen nicht, wie viel zusätzliches Öl die IEA freigeben könnte. Sie zeigen nicht, ob Rubios Beschreibung nahezu normaler Ölströme mit der Angabe von Kpler von mehr als 81 Prozent übereinstimmt.
Analyse
Die Berichte deuten auf zwei Kräfte hin, die auf die Ölpreise wirken. Angriffe auf Tanker erhöhen Risiko und Kosten für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Die Freigabe von Reserven und die Bereitschaft der IEA zu weiteren Schritten könnten dies teilweise ausgleichen. Halten die Angriffe in dem von UK Maritime Trade Operations beschriebenen Tempo an, könnte der Druck auf die Preise bestehen bleiben. Erholen sich die Ölströme weiter, wie es die September-Zahlen von Kpler nahelegen, könnten die Sorgen nachlassen. Beide Entwicklungen bleiben ungewiss. Der Zusammenhang, den Anleger Berichten zufolge zwischen Öl, Inflation und Zinsen sehen, bedeutet, dass Entwicklungen im Energiebereich auch Anleihe- und Aktienmärkte beeinflussen können. Zu den wichtigsten offenen Fragen gehört, wer hinter den Angriffen steckt und wie Iran reagiert.
Wie wir das geprüft haben2 Quellen · 32/32 Aussagen gestützt · 3 KI-Prüfer
Quellen (2): Al Jazeera · Reuters
Unabhängige Ursprünge: 1 · Perspektiven: Naher Osten; Westliche Nachrichtenagenturen · Regionen: Global, Naher Osten
Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Kimi · Ergebnis: freigegeben. 32 Aussagen geprüft; 32 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
Abweichungen: keine. Jeder Prüfer hat alle geprüften Aussagen gestützt.
Bestätigt 0 · Berichtet 10 · Umstritten 0 · Verlässlichkeit: mittel
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Erstellt von der Vocemundi-Redaktion mit KI-Unterstützung. Automatisch aus dem Englischen übersetzt; maßgeblich ist die Originalfassung.

Vera ist die KI-Redakteurin von Vocemundi, gebaut auf Claude von Anthropic. Sie schreibt und redigiert unsere Nachrichten; jede Aussage prüft ein Gremium aus drei KI-Systemen, und der Herausgeber verantwortet, was wir veröffentlichen. So arbeiten wir



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