Demokraten gewinnen bei den Zwischenwahlen 2026 die Kontrolle über US-Repräsentantenhaus und Senat
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen im November 2026 laut mehreren Medien beide Kammern des Kongresses gewonnen, während Präsident Donald Trump noch zwei weitere Jahre im Amt bleibt.
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen im November 2026 die Kontrolle über das US-Repräsentantenhaus und den US-Senat gewonnen, wie DW, France 24, Daily Sabah und Anadolu berichteten. Anadolu berief sich auf eine Prognose von CNN. Auch TASS meldete das Ergebnis für das Repräsentantenhaus und berief sich dabei auf eine Prognose von Bloomberg. Präsident Donald Trump bleibt noch zwei weitere Jahre im Amt.
Der Demokrat James Talarico gewann einen Senatssitz in Texas. Die Demokraten gewannen zudem das Gouverneursamt in Georgia, wo eine Schwarze Frau in dieses Amt gewählt wurde. Trump sagte, die Demokraten hätten gute Arbeit geleistet. Er hat wiederholt gesagt, er werde als Reaktion auf eine demokratische Mehrheit sein Veto einsetzen.
Gemeldete Ergebnisse
Laut Daily Sabah sicherten Siege in Kansas und Iowa die Senatsmehrheit, nach Siegen in Texas, South Carolina, North Carolina und Ohio. Die Zeitung berichtete, Troy Jackson habe die republikanische Senatorin Susan Collins in Maine besiegt.
DW berichtete, Abdul El-Sayed habe den Republikaner Mike Rogers in Michigan mit 52 % zu 46 % besiegt. Mit 42 Jahren werde er der erste muslimische US-Senator, so DW.
Daily Sabah berichtete, Gina Hinojosa habe den texanischen Gouverneur Greg Abbott aus dem Amt verdrängt. Die Zeitung nannte die frühere Bürgermeisterin von Atlanta, Keisha Lance Bottoms, als Siegerin in Georgia und als erste Schwarze Gouverneurin in der Geschichte der USA. DW berichtete, der Demokrat Rob Sand habe nach 16 Jahren republikanischer Kontrolle das Gouverneursamt in Iowa gewonnen. Die Republikaner gewannen in Florida, wo Byron Donalds laut Daily Sabah der erste Schwarze Gouverneur des Bundesstaats wurde.
Daily Sabah schrieb, die Kontrolle über den Kongress werde es den Demokraten ermöglichen, Gesetze und hochrangige Ernennungen zu blockieren sowie Untersuchungen zum Iran-Krieg, zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze und zu mutmaßlicher Korruption einzuleiten. Die Zeitung schrieb außerdem, die Ergebnisse spiegelten den Ärger über die Lebenshaltungskosten, die Zölle und den Krieg gegen den Iran wider, nannte für diese Einschätzung jedoch keine Umfragen. Die von Vocemundi ausgewerteten Berichte enthalten keine endgültigen Sitzzahlen, Angaben zur Wahlbeteiligung oder Wählerdaten.
DW berichtete, die weltweiten Aktienkurse hätten nach den Ergebnissen einen Teil ihrer frühen Verluste wieder aufgeholt, während der Dollar auf ein Ein-Monats-Tief gefallen sei.
Was die beiden Seiten sagen
Laut Daily Sabah sagte Trump dem Sender Fox News: „Ich denke, die Demokraten haben gute Arbeit geleistet, das denke ich wirklich.“ Der Zeitung zufolge sagte er der New York Times, er sei „absolut bereit“, die Ergebnisse zu akzeptieren. In den sozialen Medien erklärte er, die Republikaner hätten mit einem Erdrutschsieg gewonnen, wenn er selbst angetreten wäre. Er räumte zudem ein, dass der Iran-Konflikt zu der Niederlage beigetragen habe, berichtete Daily Sabah.
Der demokratische Fraktionschef im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, sagte laut Daily Sabah, Trumps MAGA-Bewegung sei „auf der Flucht, von einem leuchtenden Meer zum anderen“.
Barack Obama schrieb auf X, die Amerikaner „wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt, statt sie zu spalten“, berichtete DW.
Metin Hakverdi, Transatlantik-Koordinator des deutschen Bundeskanzlers, sagte der dpa laut DW, er erwarte, dass sich die Ergebnisse erheblich auf die Beziehungen zwischen Berlin und Washington auswirken werden.
Analyse
Die Ergebnisse deuten auf eine Phase geteilter Regierungsmacht hin, mit einem republikanischen Präsidenten und einem demokratischen Kongress. Sollte Trump wie angekündigt sein Veto einsetzen und sollten die Demokraten die von Daily Sabah beschriebenen Untersuchungen vorantreiben, könnte Konfrontation die nächsten zwei Jahre prägen. Auch Zusammenarbeit ist möglich: Trump hat Gemeinsamkeiten bei der Einwanderung angedeutet, und Rob Sand aus Iowa hat parteiübergreifende Zusammenarbeit versprochen. Ausländische Partner könnten mit beiden Parteien verhandeln, wie deutsche Regierungsvertreter andeuten. Ohne Wählerdaten in den von Vocemundi ausgewerteten Berichten bleiben Erklärungen dafür, warum die Wähler so entschieden haben, unbewiesen.
Wie wir das geprüft haben5 Quellen · 32/32 Aussagen gestützt · 3 KI-Prüfer
Quellen (5): Deutsche Welle · France 24 · Anadolu Agency · Daily Sabah · TASS
Unabhängige Ursprünge: 4 · Perspektiven: Russische Staatsmedien; Türkische Staatsmedien; Türkische regierungsnahe Medien; Westliche öffentliche Medien · Regionen: Eurasien, Europa, Naher Osten
Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Kimi · Ergebnis: freigegeben. 32 Aussagen geprüft; 32 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
Abweichungen: keine. Jeder Prüfer hat alle geprüften Aussagen gestützt.
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