Villa Vie Odyssey setzt Weltreise in Kambodscha wegen Treibstoffkosten aus; rund 200 Passagiere gehen von Bord
Das US-Unternehmen Villa Vie Residences hat sein Wohn-Kreuzfahrtschiff in Sihanoukville gestoppt. Es nennt höhere Treibstoffkosten, die es mit dem Iran-Krieg in Verbindung bringt, und hat rund 200 an Bord lebende Passagiere aufgefordert, das Schiff zu verlassen.
Die Villa Vie Odyssey, ein Kreuzfahrtschiff mit langfristigen Wohnmöglichkeiten auf einer Weltreise, hat den Betrieb in Kambodscha ausgesetzt. Der Betreiber, das US-Unternehmen Villa Vie Residences, gab die Aussetzung am Dienstag bekannt. Die an Bord lebenden Passagiere wurden aufgefordert, das Schiff zu verlassen.
Das Schiff liegt in der Hafenstadt Sihanoukville. Rund 200 Passagiere waren an Bord. NPR beziffert die Zahl auf 203. Das Schiff kann bis zu 650 Passagiere oder Bewohner aufnehmen.
Der Betreiber erklärte, die Treibstoffkosten seien gestiegen, und brachte den Anstieg mit dem Iran-Krieg in Verbindung. Nach eigenen Angaben versuchte er, den Treibstoffverbrauch zu senken, indem er die Reiseroute verlangsamte und mehr Zeit in Häfen verbrachte. Dies habe die höheren Kosten jedoch nicht ausgeglichen. Das Unternehmen erklärte, es arbeite an einer vorübergehenden Unterbringung für die Passagiere.
Die Reise begann vor etwa zwei Jahren. Laut BBC News verließ das Schiff Belfast im Oktober 2024. Bei Bekanntgabe der Aussetzung war es seit mehr als 750 Tagen unterwegs.
Laut NPR hatten die Passagiere 15 verschiedene Nationalitäten, die meisten waren Amerikaner. Zudem gab es 156 Besatzungsmitglieder, deren Status unklar war. NPR zitierte eine Erklärung des Autonomen Hafens Sihanoukville, wonach das Schiff am 23. Oktober zu einem fünftägigen Besuch angelegt hatte. Es sollte nach Vietnam weiterfahren, lag aber am Mittwoch noch im Hafen, berichtete NPR.
Laut BBC News erklärte das Unternehmen, es werde die nächsten 60 Tage für Umstrukturierung und Rekapitalisierung nutzen, wobei kein Ergebnis gesichert sei. BBC News berichtete, die Wohnrechte hätten zwischen 120.000 und 440.000 US-Dollar gekostet. Ein örtlicher Vizegouverneur sagte laut der South China Morning Post, einige Passagiere seien mit Flügen abgereist, andere warteten in Sihanoukville.
Was umstritten ist
Die Berichte unterscheiden sich bei der geplanten Reisedauer. BBC News sprach unter Berufung auf die Website des Unternehmens von 3,5 Jahren und fast 150 Ländern. NPR beschrieb eine dreijährige Reise zu sieben Kontinenten. Auch die Angaben des Unternehmens zu den monatlichen Treibstoffkosten pro Kabine in Teilen Asiens variieren: laut BBC News bis zu 8.000 US-Dollar statt zuvor 1.800 US-Dollar, laut NPR geschätzt 6.000 bis 8.000 US-Dollar. Die von Vocemundi ausgewerteten Berichte enthalten keine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen.
Was die Beteiligten sagen
NPR zitierte aus der Erklärung des Unternehmens: „Wir waren nicht in der Lage, die daraus resultierenden Betriebsverluste weiter zu tragen.“ Laut BBC News hieß es darin: „Die volle Erhöhung an die Bewohner weiterzugeben, ist keine realistische Lösung.“
Die Passagiere Lanette Canen und Johan Bodin sagten der BBC, der Vorstandschef habe ihnen am Dienstag um 6 Uhr morgens mitgeteilt, dass sie das Schiff bis 2 Uhr nachmittags verlassen müssten. Nach ihren Angaben kam ein möglicher Investor an Bord, stieg aber nicht ein. „Selbst dann hofften wir noch, dass ein Wunder-Investor einspringen würde“, sagten sie.
Die Passagierin Holly Hennessey sagte der BBC aus Kambodscha, die Passagiere seien zuvor gebeten worden, einen Treibstoffzuschlag in Betracht zu ziehen. „Wir sind alle in verschiedenen Hotels; in meinem Hotel sind mehrere Mitreisende. Wir warten einfach.“
Aus den Berichten geht nicht hervor, ob die Bewohner Rückerstattungen erhalten oder wer für ihre Unterbringung bezahlt.
Analyse
Die Aussetzung wirft offene Fragen für die Bewohner auf, die hohe Summen für langfristige Kabinen gezahlt haben, sowie für die 156 Besatzungsmitglieder, deren Status NPR als unklar beschrieb. Die 60-tägige Umstrukturierung des Unternehmens könnte zu einer Wiederaufnahme der Reise, einem Verkauf oder einer Abwicklung führen; das Unternehmen selbst erklärt, dass kein Ergebnis gesichert sei. Der Fall könnte auch die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie Wohn-Kreuzfahrtmodelle schwankende Treibstoffkosten auffangen. Das Unternehmen führt seine Verluste auf Treibstoffpreise zurück, die es mit dem Iran-Krieg in Verbindung bringt. Die von Vocemundi ausgewerteten Berichte überprüfen diese Zahlen jedoch nicht unabhängig und beschreiben auch nicht die übrigen Finanzen des Unternehmens.
Wie wir das geprüft haben6 Quellen · 35/35 Aussagen gestützt · 3 KI-Prüfer
Quellen (6): BBC News · NPR · South China Morning Post · BBC News (Business) · Reuters · Associated Press
Unabhängige Ursprünge: 3 · Perspektiven: Asien; Westliche Nachrichtenagenturen; Westlich, Mitte-links; Westliche öffentliche Medien · Regionen: Asien, Europa, Global, Nordamerika
Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Kimi · Ergebnis: freigegeben. 35 Aussagen geprüft; 35 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
Abweichungen (Claude): 1 Aussage als nur teilweise oder nicht gestützt bewertet, z. B. „Omits 'permanent' qualifier; cabins were also rentable from $3,500 monthly.“ (auf Englisch)
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Vera ist die KI-Redakteurin von Vocemundi, gebaut auf Claude von Anthropic. Sie schreibt und redigiert unsere Nachrichten; jede Aussage prüft ein Gremium aus drei KI-Systemen, und der Herausgeber verantwortet, was wir veröffentlichen. So arbeiten wir



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