Früherer Gang-Anführer Duane Davis wegen Mordes an Tupac Shakur zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt
Eine Richterin in Las Vegas hat Duane „Keffe D“ Davis, 63, zu einer Haftstrafe von mindestens 40 Jahren verurteilt, weil er die Tötung von Tupac Shakur im Jahr 1996 orchestriert hat. Davis hat erklärt, er werde in Berufung gehen.
Duane „Keffe D“ Davis, 63, ist am Dienstag vor einem Gericht in Las Vegas verurteilt worden, weil er den Mord an dem Rapper Tupac Shakur orchestriert hat. Richterin Carli Kierny verhängte eine Haftstrafe von mindestens 40 Jahren. Die meisten Medien berichteten von einer Strafe von 40 Jahren bis lebenslang.
Eine Jury hatte Davis des Mordes unter Verwendung einer tödlichen Waffe schuldig gesprochen. Davis hat erklärt, er werde in Berufung gehen, und sein Anwalt sagte, er plane, Berufung einzulegen. Es ist die erste und einzige Verurteilung in dem Fall, der fast drei Jahrzehnte lang ungeklärt geblieben war.
Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas nach einem Boxkampf von Mike Tyson bei Schüssen aus einem vorbeifahrenden Auto getroffen. Er starb Tage später im Alter von 25 Jahren im Krankenhaus. Stunden zuvor waren Shakur und sein Gefolge im Casino MGM Grand in eine Schlägerei verwickelt, bei der ein Verwandter von Davis verprügelt wurde. Die Schüsse fielen aus einem weißen Cadillac, in dem Davis mitfuhr. Er ist der einzige Überlebende unter den Insassen des Wagens.
Davis wurde nicht vorgeworfen, die Schüsse abgegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, er habe die Schüsse orchestriert und die Waffe bereitgestellt. Davis, ein ehemaliger Anführer der South Side Compton Crips, schilderte der Polizei 2008 seine Rolle im Rahmen einer Vereinbarung, die ihn vor Strafverfolgung schützen sollte. Später beschrieb er sie in seinen 2019 erschienenen Memoiren „Compton Street Legend“ sowie in Medieninterviews. Diese Schilderungen waren zentral für die Anklage. Laut BBC machten die Memoiren und Interviews seine Schutzvereinbarung hinfällig, und ein Richter ließ daraufhin zu, dass die Befragung von 2008 im Prozess verwendet wurde. Davis wurde 2023 festgenommen.
Bei der Anhörung forderten Shakurs Schwester Sekyiwa Shakur und Maurice Shakur die Höchststrafe. „Der Verlust von Tupac hat meine Familie lange Zeit gelähmt“, sagte Sekyiwa Shakur laut BBC. DW zitierte Richterin Kierny mit den Worten: „Sie haben nicht das Recht, einen Mann seiner Familie zu nehmen.“
Was umstritten ist
- Monat des Schuldspruchs: Die BBC nennt September 2026; DW, France 24 und SCMP nennen August 2026.
- Bewährung: Die meisten Medien berichten von 40 Jahren bis lebenslang. Eine Zeile in einem Artikel von France 24 beschreibt eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit der Entlassung auf Bewährung. Aus den Berichten geht nicht klar hervor, ab wann Davis für eine Entlassung auf Bewährung infrage kommen könnte.
- Der Schütze: Laut BBC argumentierte die Staatsanwaltschaft, Davis' Neffe Orlando Anderson habe geschossen. France 24 zufolge hat die Staatsanwaltschaft nie einen mutmaßlichen Schützen benannt; laut DW wurde nie abschließend geklärt, wer abgedrückt hat. Anderson starb 1998.
- Verwandtschaftsverhältnisse: DW bezeichnet den im Casino verprügelten Mann als Davis' Cousin; andere Medien sprechen von einem Neffen. Die BBC bezeichnet Maurice Shakur als Bruder; The Guardian spricht von einem Stiefbruder.
Was die beiden Seiten sagen
Staatsanwalt Marc DiGiacomo plädierte für die Höchststrafe. Laut BBC und DW sagte er, Davis habe jahrelang öffentlich mit seiner Rolle geprahlt und versucht, daraus Profit zu schlagen.
Davis' Verteidigung argumentierte laut BBC und The Guardian, seine öffentlichen Schilderungen seien Fiktion oder Ausschmückungen gewesen, die dem Verkauf von Büchern dienen sollten. Laut The Guardian erklärte sie zudem, dass ihn keine Sachbeweise, etwa eine Tatwaffe, mit der Tötung in Verbindung brächten.
Die BBC zitierte Davis mit den Worten: „Mir geht's gut. Ich werde in diesem Fall auf jeden Fall in Berufung gehen.“ Aus den von Vocemundi ausgewerteten Berichten geht nicht hervor, ob bereits Berufung eingelegt wurde und mit welcher Begründung.
Analyse
Der Fall stützte sich weitgehend auf Davis' eigene Worte, nicht auf Sachbeweise. Deshalb dürfte die Verwendung seiner Polizeibefragung von 2008, nachdem seine Schutzvereinbarung für nichtig erklärt worden war, im Mittelpunkt einer möglichen Berufung stehen. Ein Berufungsgericht könnte die Verurteilung bestätigen, einen neuen Prozess anordnen oder die zulässigen Beweismittel einschränken. Der Ausgang könnte auch über diesen Fall hinaus von Bedeutung sein, da er die Frage berührt, inwieweit öffentliche Erzählungen über ein Verbrechen als Geständnis verwendet werden können. Die Frage, wer die Schüsse abgab, bleibt in den Berichten ungeklärt, und die Tötung von Christopher Wallace ist laut France 24 weiterhin unaufgeklärt.
Wie wir das geprüft haben11 Quellen · 41/41 Aussagen gestützt · 3 KI-Prüfer
Quellen (11): BBC News · The Guardian · Deutsche Welle · France 24 · France 24 · Al Jazeera · Al Jazeera · South China Morning Post · BBC News (Arts) · France 24 (Culture) · Le Monde (English)
Unabhängige Ursprünge: 5 · Perspektiven: Asien; Naher Osten; Westlich, Mitte-links; Westliche öffentliche Medien · Regionen: Asien, Europa, Naher Osten
Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Kimi · Ergebnis: freigegeben. 41 Aussagen geprüft; 41 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
Abweichungen: keine. Jeder Prüfer hat alle geprüften Aussagen gestützt.
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