Vorsitzender der englischen Fußballaufsicht sagt, er würde bei politischer Einflussnahme im Fall Manchester City zurücktreten
David Kogan sagte, die unabhängige Fußballaufsichtsbehörde Independent Football Regulator sei keinem politischen Druck ausgesetzt gewesen und könne zu den Eigentümern des Vereins keine Schlussfolgerung ziehen, bevor über die Berufung von Manchester City entschieden ist.
David Kogan, Vorsitzender der englischen unabhängigen Fußballaufsichtsbehörde Independent Football Regulator (IFR), sagte am Dienstag, er würde zurücktreten, falls es politische Einflussnahme darauf gäbe, wie die Aufsichtsbehörde mit dem Fall Manchester City umgeht.
Kogan sagte außerdem, die Aufsichtsbehörde sei keinem politischen Druck ausgesetzt gewesen und kein Politiker habe versucht, ihre Arbeit zu beeinflussen. Al Jazeera zitierte ihn mit den Worten: „Wir standen weder bei diesem noch bei irgendeinem anderen Thema unter irgendeinem politischen Druck. Und ich erwarte das auch in Zukunft nicht.“ Gegenüber BBC Sport sagte er: „Ich würde zurücktreten.“
Eine unabhängige Kommission befand Manchester City für schuldig, über neun Jahre, von 2009 bis 2018, gegen die Finanzregeln der Premier League verstoßen zu haben. Der Verein, der sich im Besitz von Interessengruppen aus Abu Dhabi befindet, hat Berufung eingelegt. Das Berufungsverfahren läuft.
Kogan sagte, die Aufsichtsbehörde könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Schlussfolgerung zu den Eigentümern, Direktoren und leitenden Führungskräften des Vereins ziehen, weil der Ausgang der Berufung nicht bekannt sei, und werde entsprechend handeln, sobald er feststehe. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Schlussfolgerung ziehen, weil wir den Ausgang einer Berufung nicht kennen, und sobald wir ihn kennen, werden wir entsprechend handeln“, zitierte ihn die BBC.
Wird das Urteil bestätigt, verfügt die Aufsichtsbehörde über gesetzliche Befugnisse, die Eignung der Eigentümer zu prüfen, und könnte einen Verkauf erzwingen. Zu den möglichen Strafen für den Verein gehören eine hohe Geldstrafe, Punktabzüge oder der Ausschluss aus der Premier League. Laut BBC wird eine Anhörung über die Sanktionen, deren Einberufung Monate dauern könnte, über die Strafe entscheiden. City kann sowohl gegen die Urteile als auch gegen jede Sanktion Berufung einlegen. Über die Angabe der BBC zur Anhörung über die Sanktionen hinaus nennen die von Vocemundi ausgewerteten Berichte keinen Zeitplan für die Berufungsverfahren.
Die Aufsichtsbehörde bereitet ein Lizenzierungssystem für Vereine vor. Laut Al Jazeera beginnt die Lizenzierung im November, und Kogan deutete an, dass das Urteil eine Lizenz für City nicht beeinträchtigen würde, solange die Berufung des Vereins läuft.
Der britische Premierminister Andy Burnham sagte, er wäre „wirklich besorgt“, wenn die derzeitigen Eigentümer des Vereins aus Abu Dhabi sich zurückziehen würden. Laut BBC sagten Quellen gegenüber BBC Sport, einige Vereine der Premier League seien wegen politischer Einflussnahme auf das Berufungsverfahren besorgt. Die BBC berichtete außerdem, dass die Regierung am Montag Einzelheiten zu Treffen zwischen dem Premierminister und hochrangigen Vertretern des Vereins veröffentlicht habe. Die Berichte beschreiben deren Inhalt nicht.
Was umstritten ist
Die Berichte beschreiben das Fehlverhalten unterschiedlich. Al Jazeera berichtete, City habe seine Einnahmen um mehr als 1 Mrd. Dollar aufgebläht. Die BBC berichtete, City habe „Schein“-Verträge mit kommerziellen Partnern genutzt, um mehr als 830 Mio. Pfund in seinen Fußballbetrieb zu leiten. Der Unterschied könnte teilweise auf die Währungsumrechnung zurückzuführen sein. Die Berichte bringen die Zahlen nicht miteinander in Einklang.
Was die einzelnen Seiten sagen
- Kogan: Die Aufsichtsbehörde ist unabhängig und wird nach der Berufung einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren folgen.
- Manchester City: Laut BBC beteuert der Verein seine Unschuld.
- Burnham: Laut Al Jazeera sagte er, er werde sich nicht „direkt in das Verfahren einschalten“. Laut BBC bestritt er, dass seine Reaktion die Feststellungen heruntergespielt habe.
- Kemi Badenoch (Vorsitzende der Konservativen): Laut BBC forderte sie die Veröffentlichung von Einzelheiten zu den Treffen.
Analyse
Der Fall stellt die Unabhängigkeit einer neuen Aufsichtsbehörde früh unter öffentliche Beobachtung. Kogans Zusage, zurückzutreten, setzt einen klaren persönlichen Maßstab, doch die entscheidenden Schritte hängen von der Berufung und einer Anhörung über die Sanktionen ab, deren Einberufung laut BBC Monate dauern könnte. Mehrere Ausgänge sind weiterhin möglich. Wird das Urteil aufgehoben, werden die Befugnisse der Aufsichtsbehörde in Bezug auf die Eigentümer möglicherweise nicht ausgelöst. Wird es bestätigt, müsste die Aufsichtsbehörde die Eignung der Eigentümer beurteilen, während die Eigentümerschaft des Vereins aus Abu Dhabi politische Aufmerksamkeit erhält. Die Debatte über die Äußerungen und Treffen des Premierministers könnte die Wahrnehmung unabhängig vom Verfahren selbst weiter prägen.
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Quellen (6): Al Jazeera · Anadolu Agency · BBC Sport · BBC Sport · The Guardian (Sport) · The Guardian (Business)
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Prüfgremium: Claude, GPT-5.6 Sol, Gemini · Ergebnis: freigegeben. 35 Aussagen geprüft; 35 (100 %) von mindestens zwei Prüfern mit geprüftem Beleg gestützt. Überschrift von 3 der 3 Prüfer gestützt.
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